Arbeit mit Müll

„Doch die Konsumenten sind nicht gewillt, die Arbeit der Müllmänner selbst zu über­nehmen. Schließlich sind sie dazu erzogen worden, die Dinge zu genießen, und nicht dazu, an ihnen zu leiden. Man hat sie dazu angehalten, jede Art von Langeweile, Plackerei und ödem Zeitvertreib zurückzuweisen. Man hat sie darauf gedrillt, Gerät­schaften zu benutzen, die das für sie erledigten. Sie sind auf eine Welt eingestellt in der alles gebrauchsfertig ist, auf eine Welt der sofortigen Bedürfnisbefriedigung. Das sind die Freuden, um die sich ein Konsumentenleben dreht. [...] Mit jedem neuen Triumph des Konsumismus wächst auch der Bedarf an Müllmännern, und die Zahl der Menschen, die in diesen Berufszweig einsteigen wollen, nimmt ab.“ Zygmunt Bauman in Verworfenes Leben